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Klänge aus dem Untergrund

Klänge aus dem Untergrund

Am Freitag bin ich nach der Arbeit – total müde und entnervt, dass ich jetzt mit der U3 nach Hause fahren und zu allem Überfluss dann auch noch in die U6 umsteigen muss – am Westbahnhof ausgestiegen.

Nach einer kurzen Romanze mit einem dicken, verschwitzten, alten Sack, der es, wie so viele meiner lieben Fellow-Stadtbewohner, nicht für notwendig erachtete sich an die Seite der U-Bahn Türe zu stellen um die Fahrgäste aussteigen zu lassen, sondern mit vollem Recht mitten vor der Türe stehen blieb, hörte ich schon die für eine U-Bahnstation ungewöhnlichen Klänge.

Da ich sowieso in den nächsten Stock musste, wo die Töne herkamen, machte ich mich schnell auf den Weg in diese Richtung. Oben standen schon eine ganze Menge Leute im Halbkreis um die Quelle der Musik.

Zwei junge Männer Namens Viktor Weiss und Kris Kranics spielten hier auch ihren Gitarren und unterhielten die ganze Station. Unglaublich, was die mit zwei Gitarren, einer Cajon und wahnsinns Stimmen da rausgelassen haben!

Ich war sofort wieder gut drauf und die Leute rund um mich offensichtlich auch.

 

Ulli Sima, die für die Wiener Linien zuständige Stadträtin, hat das Projekt U-Bahn Stars Strassenmusik-am-Westbahnhof ins Leben gerufen. Aus einem Casting gingen 14 Künstler hervor, mit denen das Projekt gestartet wurde. Im Zwischendeck der U-Bahn am Westbahnhof wurden blaue Felder aufgeklebt, die für die Bands und Musiker als Plattform dienten um sich den vorbeieilenden Stadtmenschen vorzustellen.

Das Projekt wurde einen Monat lang getestet, läuft immer noch und soll anscheinend auf weitere Stationen ausgeweitet worden sein.

Ich find’s echt klass, wie der Wiener sagt, und bin schon gespannt, was da noch kommt.

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