my thoughts my food my life

Der SOL-Selbstversuch

Der SOL-Selbstversuch

SOL steht für Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil und ist der Verein, bei dem ich das Projekt SOL-Selbstversuch leite.

Bei SOL machen wir unterschiedlichste Projekte zu verschiedensten Themen der Nachhaltigkeit.

 

Beim Selbstversuch nehmen bisher 25 Leute teil, die sich aus 3 Themen, eines ausgesucht haben das sie ab dem 11. September für einen Monat durchführen.

Grundsätzlich geht es in diesem Projekt darum, Menschen auf ökologische Themen aufmerksam zu machen und auszuprobieren, was man als Einzelne(r) machen kann. Es soll mehr sein, als mal nicht mit dem Auto zu fahren, oder mal Bioprodukte statt herkömmlichen Produkten zu kaufen.

 

Die Themen sind folgende:
  • Selbstversuch 1:  Konsumiere regional, ökologisch und fair.
  • Selbstversuch 2:  Mach Nachhaltigkeit zum Thema: informier dich, sprich andere an.
  • Selbstversuch 3:  Lass das Auto stehen.

 

Als Projektleiter bin ich natürlich auch mit dabei und werde einen Monat lang regional, ökologisch und fair konsumieren. Zusätzlich möchte ich hier im Blog verschiedene Themen ansprechen.

Das wird sicher nicht leicht. Regional einzukaufen geht ja bei Gemüse und Obst recht leicht. Ökologisch, oder Bio, geht ja auch noch. Wenn man den Fokus jetzt aber noch auf eine faire Herstellung erweitert, wird das Ganze schon ziemlich schwierig.

Sagen wir, wir kaufen ein Steak. Ich will, dass es aus der Gegend kommt, also such ich mir einen Fleischer, der regionale Fleischprodukte anbietet. Jetzt sollte das Ding auch noch Bio sein und da wird die Auswahl dann schon etwas kleiner. Wenn wir uns jetzt noch überlegen, dass die meisten Bauern ihre Tiere zusätzlich zum Gras und Heu auch noch mit Futtermitteln füttern, wird der faire Konsum schon recht schwierig. Hauptbestandteil der meisten Futtermittel ist Soja, der überwiegend aus Südamerika importiert wird. Laut dem WWF ist der Flächenverbrauch für Sojaanbau in Argentinien seit dem Jahr 2000 um 190% gestiegen. Durch diesen enormen Flächenbedarf werden wertvolle Lebensräume wie die Trockenwälder des Chaco oder die Nebelwälder Argentiniens zerstört. Menschen werden aus ihren angestammten Gebieten vertrieben. Wälder werden abgeholzt.

Und trotzdem kaufe ich immer noch meine Salami und meinen Schinken und hab keine Ahnung, wo das Fleisch herkommt und schon gar nicht, was den Tieren gefüttert wurde.

Und seien wir ehrlich, so geht es uns doch bei fast allem, was wir einkaufen. Oder weißt du woher deine neue Jeans kommt, die du dir gerade geleistet hast? Klar, auf dem Zettelchen steht ‚Made in Turkey‘ oder so. Aber woher kommt der Stoff? Wo wird er gefärbt? Wer näht die Jeans und was verdient der- oder diejenige?

Wir sind schon ziemlich ahnungslos und es geht uns ziemlich gut damit. Die Frage ist nur wie lange noch.

Ich finde es schon mal gut, wenn man sich einiger Sachen bewusst wird. Denn mich wurmt es schon, wenn ich weiß, dass ich durch mein Konsumverhalten anderen schade und ich durch eine Veränderung was bewirken kann. Ich werde jedenfalls den Selbstversuch mitmachen und hier so oft wie möglich darüber berichten.

Hier schon mal ein guter Tipp für alle, die im 15. in der nähe vom Sparkassaplatz wohnen. Schaut mal bei der Bäckerei Wagner in der Storchengasse vorbei. Der bäckt noch alles hier vor Ort und hat ausgezeichnetes Brot.

Auch wenn ich nur ein Einzelner bin, ist es wahrscheinlich wie früher mit dem Mülltrennen. Jeder hat Anfangs gesagt: ‚Was nutzt es schon, wenn ich als Einzelperson Müll trenne?‘ Einige haben es trotzdem gemacht und heute trennt jeder. Naja, fast jeder.

Schau mal rein unter www.nachhaltig.at/selbstversuch und vielleicht hast du ja Lust mitzumachen.

 

Please follow me:


1 thought on “Der SOL-Selbstversuch”

  • Hallo, auch wenn ich nicht weiß woher die Dinge sind … und das ist wirklich schwirig in unserer vernetzten Welt … dann weiß ich schon, dass jedes Ding einen Wert hat. Graue Energie in sich hat, dass dafür Menschen geschuftet haben … daher finde ich es nur gerecht, wenn die Dinge so lange wie möglich genutzt werden!
    Dazu braucht es noch keine Recherche … oder kein Nachhaltigkleits-Label …
    Und “second hand” ist toll … es muss nicht immer “new” sein …!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *